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Fragen und Antworten

Die wichtigsten Fragen zur Erweiterung der Sport- und Freizeitanlage Looren und zum Kunstrasen, mit Quellen der Gemeinde Maur.

Gemeinde Maur · Informationsstand: 24. Oktober 2026

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Wie gross ist der Bedarf an zusätzlichen Fussballplätzen in Maur?

Der Engpass ist dokumentiert: Laut Gemeinde haben die verfügbaren Fussballplätze ihre Kapazitätsgrenze erreicht. Fehlende Beleuchtung und eingeschränkte Nutzbarkeit begrenzen insbesondere das Training im Herbst und Winter. Es geht deshalb darum, verlässlich nutzbaren Raum für Schul- und Vereinssport zu schaffen.

Eine aktuelle, bestätigte Aufstellung der Mannschaften, Juniorinnen und Junioren sowie der Wartelisten fehlt für diese FAQ noch. Wir verzichten deshalb darauf, ältere Zahlen als heutigen Stand auszugeben. Gemeinde-FAQ, Abschnitt 5

Könnte man die bestehenden Plätze nicht einfach besser nutzen?

Die Gemeinde hat Alternativen geprüft. Eine zusätzliche Beleuchtung in Aesch und Ebmatingen wurde wegen der Lichtemissionen im Siedlungsgebiet verworfen. Der bestehende grosse Naturrasen auf der Looren soll erhalten bleiben, weil er auch anderen Sportarten dient – beispielsweise Speer- und Diskuswurf.

Untersucht wurden zudem unterschiedliche Feldgrössen und weitere Standorte. Nach Einschätzung der Gemeinde bietet ein zusätzliches regionales 11er-Feld auf der Looren das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis. Gemeinde-FAQ, Abschnitte 5.1–5.3

Was kostet das Projekt – und wer bezahlt Bau und Betrieb?

Für die Erweiterung nennt die Gemeinde aktuell ein Kostenziel von CHF 16 Mio. mit einer Genauigkeit von ±20 %. Das ist eine Planungsvorgabe, noch kein bewilligter Baukredit. Projektstand vom 3. Juli 2026

Die Gemeindeversammlung hat bereits CHF 1,45 Mio. für Wettbewerb und Projektierung sowie separat CHF 1,725 Mio. für den kleinen Kunstrasen bewilligt. Die Grössenordnung von CHF 16 Mio. umfasst gemäss Gemeindeunterlagen Reserven und Mehrwertsteuer, jedoch nicht Wettbewerb und Projektierung. Gemeinde-FAQ, Abschnitt 3

Ein abschliessender Finanzierungsplan mit allfälligen Drittbeiträgen sowie belastbare jährliche Betriebs- und Unterhaltskosten der Erweiterung sind in den geprüften Unterlagen noch nicht ausgewiesen. Diese Angaben gehören zur Beurteilung der späteren Bauvorlage. Gemeindeversammlung: Weisung 2025, Seiten 49–58

Was bringt die Looren Menschen, die keinen Fussball spielen?

Die Looren soll ein Ort werden, an dem man sich auch ohne Fussballschuhe begegnet: beim Spielen, bei Bewegung, bei einem Vereinsanlass oder einer kulturellen Veranstaltung.

Der Masterplan sieht unter anderem einen überdachten Treffpunkt, einen Spielplatz, Tischtennis, Parkour und Street Workout sowie Räume für Kultur und Vereinsleben vor. Welche Angebote in welcher Form umgesetzt werden, wird im weiteren Projekt konkretisiert.

Unser Anliegen ist ein Treffpunkt für Jung und Alt, der die Menschen unserer Gemeinde zusammenbringt. Masterplan Looren, insbesondere Seiten 6–7 und 22

Wer darf die Anlage nutzen?

Die Entwicklung richtet sich an Schule, Vereine und Bevölkerung. Neben organisierten Trainings sind auch frei nutzbare Bewegungs- und Freizeitangebote vorgesehen. Masterplan Looren

Für den kleinen Kunstrasen nennt die Gemeinde ausdrücklich Schulsport, Vereinstrainings und Meisterschaftsspiele der D- und E-Junioren. Die späteren Belegungsregeln, Öffnungszeiten und möglichen Gebühren der gesamten Anlage sind noch zu konkretisieren. Ein jederzeit freier Zugang zu sämtlichen Fussballfeldern ist damit nicht zugesichert. Offizielle Projektinformationen

Was bedeutet die Erweiterung für Anwohnende – bei Lärm, Licht und Verkehr?

Mehr Leben auf der Looren muss mit Rücksicht auf die Nachbarschaft geplant werden. Dazu gehören nachvollziehbare Betriebszeiten, gezielt ausgerichtete Beleuchtung sowie eine sorgfältige Organisation von Anreise, Parkierung und Veranstaltungen.

Für die Erweiterung liegen in den geprüften Unterlagen noch keine abschliessenden Angaben zu diesen Auswirkungen und Massnahmen vor. Deshalb wäre die Aussage, es entstünden keine zusätzlichen Belastungen, verfrüht.

Die IG setzt sich dafür ein, dass diese Fragen transparent beantwortet werden und die Interessen der Anwohnenden in die konkrete Planung einfliessen.

Welcher Kunstrasen ist vorgesehen – und wie werden Mikroplastik und Hitze berücksichtigt?

Für den kleinen Kunstrasen sah die Gemeinde in ihrer FAQ vom November 2025 ein System mit biogenem Einstreumaterial vor: biologisch abbaubare Granulate auf Kork-, Mais- oder Birkenholzbasis. Daraus lässt sich die Materialwahl für das zusätzlich geplante grosse Feld nicht ableiten. Gemeinde-FAQ zum kleinen Kunstrasen, Ziff. 7.1–7.2

Biogenes Füllmaterial vermeidet Kunststoffgranulat als Einstreumaterial. Die Kunststofffasern des Rasens können jedoch weiterhin abreiben. «Mikroplastikfrei» wäre deshalb keine sachlich richtige Zusicherung. Materialwahl, Pflege und Rückhaltemassnahmen müssen gemeinsam betrachtet werden. OST-Studie zu Kunststoffrasen (UMTEC)

Auch Hitze ist ein berechtigtes Thema: Kunstrasenoberflächen können sich bei Sonneneinstrahlung stärker aufheizen als Naturrasen. Bewässerung kann kühlen, hält die Oberfläche aber nicht dauerhaft auf Naturrasentemperatur. Untersuchung zur Oberflächentemperatur und Bewässerung

Für das grosse Feld bleiben die definitive Produktauswahl, das Hitze- und Entwässerungskonzept sowie Angaben zu Lebensdauer, Ersatzkosten und Entsorgung noch zu konkretisieren.

Wann wird abgestimmt und gebaut – und was passiert bei einem Nein?

Nach dem veröffentlichten Zeitplan soll das Siegerprojekt Anfang 2027 vorgestellt und anschliessend zu einem abstimmungsreifen Bauprojekt ausgearbeitet werden. Die Urnenabstimmung ist für 2028 vorgesehen. Ein genauer Abstimmungstag und ein verbindlicher Eröffnungstermin sind noch nicht veröffentlicht. Aktueller Zeitplan der Gemeinde

Da die konkrete Abstimmungsvorlage noch nicht vorliegt, lassen sich die Folgen eines Neins heute nicht abschliessend beschreiben. Das weitere Vorgehen müsste dann politisch geklärt werden.

Die IG Fussball Maur empfiehlt deshalb, bereits heute ein konkretes Alternativszenario für den Fall eines Neins zu erarbeiten. Dieses soll aufzeigen, wie sich die Trainings- und Spielbedingungen auch bei einer Ablehnung zeitnah verbessern lassen. Diese Überlegungen sollten parallel zur Projektplanung erfolgen – damit nicht weitere Jahre vergehen, ohne dass Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Maur verlässlich trainieren und Fussball spielen können.

Will die IG Fussball Maur der Leichtathletik oder anderen Vereinen Platz wegnehmen?

Nein. Wir setzen uns für eine Looren für alle ein: für Leichtathletik, Basketball, Volleyball, Fussball und für alle, die sich ohne Verein bewegen wollen. Jeder Sportverein der IG Sport Maur soll auf der Looren seinen Platz haben.

Uns geht es um zusätzlichen Platz, nicht um eine Umverteilung. Der bestehende grosse Naturrasen soll gemäss Gemeinde erhalten bleiben, weil ihn auch andere Sportarten nutzen. Einen Antrag, dieses Feld in Kunstrasen umzubauen, hat die IG Fussball Maur nicht gestellt. Gemeinde-FAQ, Abschnitt 5

Die Looren ist gemeinsam mit den Sportvereinen entstanden, und gemeinsam soll sie auch weiterentwickelt werden. Darum unterstützen wir den breit abgestützten Masterplan, den die Gemeinde mit den Vereinen und weiteren Organisationen erarbeitet hat. Masterplan Looren

Informationsstand: 24. Oktober 2026

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